Die Stadt Port Phillip (COPP) stimmte am Mittwoch, dem 6. September, dafür, sich mit der Gemeinde über die Entwicklung eines Veranstaltungsorts für Live-Musik und Aufführungen mit einer Kapazität von 5.000 Sitzplätzen im St. Kilda Triangle zu beraten. Ein Vorschlag, der das ikonische Küstenvorland von St. Kilda neu definieren könnte. Die Entscheidung des Rates wurde getroffen, nachdem die kommerzielle Machbarkeit eines Mehrzweck-Veranstaltungsortes festgestellt und Designkonzepte entwickelt worden waren. Der Rat wird nun öffentliches Feedback und Finanzierung von privaten und öffentlichen Geschäftspartnern einholen. Diese Ankündigung hat eine langjährige Debatte neu entfacht, die die Community seit Jahren polarisiert. Stadträtin Rhonda Clarke beklagte während einer Ratssitzung am 7. September 2022 den aktuellen Zustand des Dreiecks und erklärte: „Wir haben bisher Millionen und Abermillionen für das St. Kilda-Dreieck ausgegeben, um einen Parkplatz zu schaffen.“ Dieses Gefühl bringt die Frustration zum Ausdruck, die viele über den Standort empfinden, der oft als „Narbe am Küstenvorland“ beschrieben wird. Das Triangle dient derzeit als Parkplatz und ist seit langem ein Streitpunkt, ein Schandfleck inmitten der natürlichen Schönheit des Küstenvorlandes von St. Kilda.
Die Geschichte des Dreiecks ist ein Geflecht aus Kontroversen und verpassten Chancen. Im Jahr 2007 wurde ein 400-Millionen-Dollar-Plan ins Leben gerufen, der darauf abzielte, das Gelände in eine Küstenversion des Chadstone Shopping Centre umzuwandeln. Der Vorschlag stieß in der Gemeinde auf heftigen Widerstand und wurde schließlich zurückgezogen. Seitdem ist COPP vorsichtig vorgegangen und sich der starken öffentlichen Meinung zu allen vorgeschlagenen Änderungen an der Website voll bewusst. Der jüngste Vorschlag scheint jedoch eine neue Richtung zu signalisieren. Nach einem Jahr sorgfältiger Planung und einer anfänglichen Budgetzuweisung von 498.000 US-Dollar erwägt der Rat eine transformative Vision für das Dreieck. Die bisherigen Kosten unterstreichen die Komplexität des Projekts und die Notwendigkeit einer strategischen Planung und Validierung des Marktbedarfs für einen neuen Mehrzweck-Veranstaltungsort. Weitere 80.000 US-Dollar wurden für Beratungsunterstützung zur Vervollständigung der kommerziellen Analyse, für Ressourcen zur Unterstützung des Community-Engagement-Programms und zusätzliche Designberatung zur Prüfung und Berücksichtigung von Feedback und seinen Auswirkungen auf die Machbarkeitsarbeit des Designs genehmigt.
Der Vorschlag beinhaltet auch eine erhebliche Reduzierung der Parkplätze von derzeit 360 auf 240. Dies ist ein kalkulierter Schritt, der durch ein Geschäftsmodell gestützt wird, das gegen den Bau zusätzlicher Parkplätze spricht. Aus dem Dokument geht außerdem hervor, dass der Rat eine detaillierte Planung und Marktsondierung durchgeführt hat, was zu diesem Antrag auf zusätzliche Mittel geführt hat. Es unterstreicht auch die Notwendigkeit einer guten Vorabplanung, um angesichts der Komplexität des Projekts eine effektive Umsetzung zu unterstützen.

Neue in The Age veröffentlichte Informationen offenbaren auch Bedenken hinsichtlich der finanziellen Machbarkeit des Projekts. Trevor White, ein Mitglied der in Port Phillip ansässigen Gruppe Unchain, stellte den Finanzplan des Rates in Frage und erklärte, dass bei jeder Entwicklung auch die kontaminierten Böden auf dem Gelände berücksichtigt werden müssten. Die Musikveranstalter Live Nation, TEG Dainty, Destroy All Lines und Hardware Group beteiligten sich an der Machbarkeitsstudie und äußerten Bedenken hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte.
Die Bürgermeisterin von Port Phillip, Heather Cunsolo, erkannte die Komplexität des Projekts an und erklärte, dass sich der Rat in einem frühen Stadium der Ermittlung realistischer Entwicklungskosten befinde, die von vielen Faktoren abhängen würden, darunter dem Feedback der Community und potenziellen Partnern, die bereit sind, in das Projekt zu investieren.
Die öffentliche Meinung ist nach wie vor stark gespalten. Einige Anwohner betrachten den geplanten Musikveranstaltungsort als Katalysator für die wirtschaftliche Entwicklung in St. Kilda, während andere die Notwendigkeit eines weiteren Unterhaltungsortes in Frage stellen, insbesondere eines neben dem berühmten Palais Theatre. Diese Dichotomie wird in einer Schlagzeile von The Age treffend erfasst, in der gefragt wird: „Brauchen wir noch einen? St. Kilda erwägt einen neuen Veranstaltungsort für Musik neben dem Palais.“

Foto von Nick Karvounis auf Unsplash