In den Annalen der Kommunalverwaltung dürfte das Spatial Economic and Employment Framework (SEEF) der Stadt Port Phillip als merkwürdiges Artefakt in Erinnerung bleiben – ein Dokument, das nach den Sternen zielte, aber nicht einmal die Baumwipfel abräumte. Während der Rahmen mit der Sprache der strategischen Planung überfrachtet ist, geht er auffällig um die düsteren Wirtschaftsindikatoren herum, die auf eine Gemeinschaft im Niedergang schließen lassen. Dieses Versäumnis ist nicht nur ein Versehen; Es ist ein eklatanter blinder Fleck in der Zukunftsvision des Stadtrats.
Das Bruttoregionalprodukt (BRP) der Stadt Port Phillip bietet den ersten Hinweis darauf, dass nicht alles in Ordnung ist. Nach einem bescheidenen Wachstum in den zehn Jahren bis Juni 2019 erlitt der GRP während der COVID-19-Pandemie einen Sturzflug und hat sich bis Juni 2022 noch nicht erholt. Dies ist kein bloßer statistischer Ausrutscher; Es ist ein Warnsignal, das auf eine tiefere wirtschaftliche Misere hinweist. Dennoch bietet das SEEF in seiner ambitionierten Ausführlichkeit keine konkreten Pläne an, um diesen Trend umzukehren oder das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Es ist, als würde sich der Rat damit begnügen, am wirtschaftlichen Friedhof vorbeizupfeifen, in der Hoffnung, dass sich der strategische Jargon irgendwie in wirtschaftlicher Vitalität niederschlägt.
Die Beschäftigungssituation in Port Phillip unterstreicht die Dringlichkeit der Situation zusätzlich. In den letzten fünf Jahren hat die Gemeinde unglaubliche 7.372 Vollzeitäquivalente (FTE) verloren. Der Einzelhandel sowie die Beherbergungs- und Verpflegungsdienstleistungen, oft die Lebensadern der lokalen Wirtschaft, waren besonders stark betroffen und verloren 369 bzw. 1.685 VZÄ. Dabei handelt es sich nicht nur um Zahlen in einer Tabelle; Sie stellen verlorene Lebensgrundlagen, aufgeschobene Träume und ein Gemeinschaftsgefüge dar, das sich langsam auflöst. Dennoch bietet das SEEF keine Rettungsleine für diese angeschlagenen Sektoren, keinen Fahrplan für die Schaffung von Arbeitsplätzen und keine Strategien für die Entwicklung der Arbeitskräfte.
Auch das verarbeitende Gewerbe sowie die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, die traditionell widerstandsfähiger sind, wurden mit Verlusten von 1.555 bzw. 1.301 VZÄ in Mitleidenschaft gezogen. Diese Verluste deuten darauf hin, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen Port Phillip steht, nicht auf einen oder zwei Sektoren beschränkt sind, sondern systemischer Natur sind. Dennoch schweigt sich das SEEF auffällig darüber aus, wie dieser Flut von Arbeitsplatzverlusten Einhalt geboten oder neue Industrien angezogen werden können, die diese Sektoren wiederbeleben könnten.
Der Tourismus, einst ein leuchtender Stern der lokalen Wirtschaft, ist erheblich zurückgegangen. In den letzten fünf Jahren hat der Sektor 3.816 Vollzeitstellen verloren, und die Einnahmen sind von stattlichen 2,7 Milliarden US-Dollar auf lächerliche 1,6 Milliarden US-Dollar gesunken. Diese Zahlen sind nicht nur alarmierend; Sie sind katastrophal für eine Gemeinschaft, die seit langem auf den Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor setzt. Dennoch bietet das SEEF keine Blaupause für die Wiederbelebung dieser angeschlagenen Branche, keine Strategien, um Touristen wieder in die Gemeinde zu locken, und keine Pläne, die natürlichen und kulturellen Schätze der Region zu nutzen, um die Einnahmen aus dem Tourismus zu steigern.
Die eklatanten Auslassungen des Rahmenwerks erstrecken sich über die wirtschaftlichen Indikatoren hinaus bis hin zur Lebensqualität in der Gemeinschaft. Während das SEEF voller hochgesteckter Ziele in Bezug auf Nachhaltigkeit und Lebendigkeit ist, bietet es keine konkreten Pläne für die Gewinnung neuer Unternehmen für die Besetzung leerstehender Grundstücke in unseren Hauptstraßen und für die Verbesserung des Straßenbilds – bessere Beleuchtung, Beschilderung, Begrünung und Pflanzkästen –, die Port ausmachen könnten Phillip zu einem attraktiveren Reiseziel für Einwohner und Besucher.
Das SEEF der Stadt Port Phillip ist nur dem Namen nach eine strategische Vision. Es gelingt ihm nicht, sich mit den Wirtschaftsindikatoren auseinanderzusetzen, die auf einen Niedergang einer Gemeinschaft hinweisen. Da Anwohner und Steuerzahler vom Rat die Führung erwarten, verdienen sie mehr als ein Dokument, das die harten wirtschaftlichen Realitäten beschönigt. Es ist höchste Zeit, dass der Rat seine Rolle als Verwalter der Gemeinschaft ernst nimmt und seinen Rahmen überarbeitet, um den dringenden wirtschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden. Andernfalls bleibt das SEEF das, was es derzeit ist – eine gut gemeinte, aber letztendlich hohle Regierungsübung, ein Papiertiger in einer Stadt, die einen Löwen braucht.
Quelle: Port Phillip – Wirtschaftsindikatoren. https://economy.id.com.au/port-phillip/
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